Bahn-Schweizermeisterschaft (Weinfelden)
Janick Schalch · 16. Mai 2011Eine Woche nach dem Rennen in Neuendorf, fand in Weinfelden die Schweizermeisterschaft auf der Bahn statt. Da das Team eigentlich nach Rennes reiste, musste ich mich entscheiden. Ich entschied mich für die Bahn-SM, da ich auch die letzten Jahre auch immer war. Kein Problem für beide Seiten. Angemeldet waren nicht viele, aber dennoch einige Topskater: ein kleines, aber feines Feld.
Nun zum Programm: am Freitag fand bereits der 300m Sprint statt. Auch ich ging an den Start, obwohl diese Kurzstrecke nicht gerade zu meinen Paradedisziplinen gehört. Dennoch ging ich voll motiviert an die Startlinie. Mir unterliefen leider 2-3 kleine Fehler, die mich Zeit kosteten. Ich rangierte im Gesamtklassement auf dem 6.Rang und war zweiter Schweizer. Nicht ganz zufrieden.
Am Samstag stand das 1000m Rennen auf dem Programm – ein kurzes, aber intensives Rennen. Ich nahm mir vor, mich nach dem Start möglichst weit vorne einzureihen und hinter einem guten Skater in Richtung Ziel zu fahren. Leider lief alles anders als geplant: wenige Meter nach dem Start stürzte ich, mir kamen die gegnerischen Skates in die Quere. Danach musste ich zuerst die Lücke zum Feld wieder schliessen. Als ich dann dies halbwegs geschafft habe, ging vorne die Post ab. Da ich schon sämtliche Kraftreserven aufgebraucht habe, war das Rennen für mich definitiv gelaufen: ich wurde Letzter!
Nach diesem enttäuschenden Rennen musste ich nach vorne schauen und mich auf das 5000m Punkterennen konzentrieren. So ging ich optimistisch an den Start und wollte allen zeigen, was in mir steckt. Nach einem schnellen Start und hohem Tempo fühlte ich mich gut und hoffte auf eine Chance, um Punkte zu holen. Diese Möglichkeit ergab sich dann zweimal, leider ohne Erfolg. Zum Schluss kam ich als zwar als erster ins Ziel, leider ohne Punkte, ich wurde 8 und bester Schweizer. Ich war zufrieden.
Gut erholt machte ich mich am Sonntagmorgen wieder auf den Weg nach Weinfelden. Als erstes war der 500m Sprint angesagt. Ich hatte ein wenig Losglück: einer der Gegner war besser und der andere in etwa gleich stark wie ich. Diese Chance konnte ich nutzen und qualifizierte mich als 2. für den Halbfinal. In diesem war dann die Konkurrenz grösser. Dennoch wurde ich 3 und war zufrieden. Ich reihte mich als zweitbester Schweizer ein.
Den Abschluss machte das 10’000m Ausscheidungsrennen. Da unser Starterfeld und jenes der Junioren nicht so gross war, beschloss das Kampfgericht, beide Kategorien zusammen laufen zu lassen (aber getrennt zu werten). Dieses Rennen gehört zu meinen Lieblingsrennen, da man das ganze Rennen aufmerksam sein muss und immer am Kämpfen ist. Es ging vom Start weg sehr hektisch zu und her. Oft wurde mit unfairen Mitteln gefahren. Ich beschloss dann, mich etwas zurück zu ziehen und eher im hinteren, ruhigeren Teil zu fahren. Zwischendurch konnte ich aber trotzdem in den vorderen Plätzen einige Runden drehen. Ich schied dann nach etwa ¾ des Rennens aus. Ich wäre gerne noch länger drin gewesen, doch ich war völlig ausgelaugt. Dennoch darf ich zufrieden sein, es wurde sehr aggressiv gefahren und ich konnte mich auch ohne Team-Unterstützung gut wehren. In diesem Rennen wurde ich bester Schweizer.
Zurückblickend auf das ganze Wochenende, bin ich mehr oder weniger zufrieden. Es gab einige gute Rennen, aber auch andere. Was die Schweizermeisterschaft betrifft: in der Kurzdistanz (500m und 1000m) wurde ich 2. und somit Vizemeister, in der Langdistanz (5000m und 10’000m) 1. und somit Schweizermeister!
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